Hotspot Shari SA818

Einige kennen Hotspots von den digitalen Sprachbetriebsarten her. Diese Hotspots haben maximal 10 mW Ausgangsleistung und eine sehr kleine Reichweite, so dass die Funkbehörde diese ohne Anmeldung als unüberwachte Anlage toleriert. Die FM-Hotspots haben aber teilweise eine deutliche höhere Sendeleistung (500 mW bis 1 Watt). Sie haben also eine Sendeleistung wie ein Handfunkgerät und dementsprechend eine deutlich höhere Reichweite. Man muss sich also genau überlegen, welche Frequenzen man nutzen will, Es empfiehlt sich, als Antenne einen Dummyload zu verwenden, was die Reichweite auf ein Minimum beschränkt.

Ein Beispiel eines SVXLink Hotspots ist der Shari SA818

Der Shari SA818 kann online bei den bekannten Seiten wie Amazon oder Aliexpress bestellt werden. Die Preise variieren von Tag zu Tag betragen aber unter 60 Euro. Es gibt aber auch Funkamateure, welche die Sharis für einen konfigurieren, damit er gleich betriebsbereit ist. Am besten fragt Ihr einfach mal nach. Man kann sich so viel Mühe ersparen.

Nebst dem Shari SA818 wird ein Raspberry Pi benötigt. Es genügt das Raspberry Pi Model 2 b oder 3 b. Auf die Micro SD-Karte ist die SVXLink Software zu installieren. Der Shari SA818 selber konfiguriert man direkt über den Raspberry Pi, indem man ihn mit den beiden USB-Steckern direkt mit dem Raspberry Pi verbindet. Er kann auch gleich so betrieben werden. Für den Betrieb genügt aber auch, dass der USB-Stecker der Soundkarte mit dem Raspberry Pi verbunden wird. Für das Programmieren des Shari müssen aber beide USB-Stecker mit dem Raspberry Pi verbunden werden.

Der Shari SA818 kriegt den Strom via USB direkt vom Raspberry Pi und braucht selber weder einen eigenen Stromzugang noch eine eigene Internetanbindung. Er übernimmt alles vom Raspberry Pi.

Die Modulplatine besitzt einen nicht bestückten Jumperblock. Ergänzt man den und brückt diesen Jumper, verringert sich die Sendeleistung von 1W auf dann nur 0.5W. Leider lässt sich das SA818 nicht per Software auf kleinere Leistung umschalten, das ist nur durch diese zusätzliche Brücke möglich.

Sollte es zu Brummproblemen kommen, ist in 95% aller Fälle das Problem einer fehlenden Masseverbindung in der Spannungsversorgung des Pi die Ursache, denn dann kommt es zu Netzbrummen in Kombination mit der Soundkarte. HF-Einstreuung ist bei diesem Hotspot eher seltener die Ursache. Hier also mal einfach mit verschiedenen Netzteilen experimentieren und wenn man sich nicht sicher ist, einfach mal einen Akku-Powerpack anstatt eines Netzteils verwenden. Es wird ca. 5,1V und mind. 2,5A für den Raspberry Pi (bzw. 3A für den Pi4) benötigt. Ist das Brummen dann weg, liegt es eindeutig an der Spannungsversorgung bzw. deren fehlender oder unzureichender Masseverbindung.